Skizze und Salon ⎟ Galerie oqbo⎟ Berlin⎟ 2012

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Installation mit hundert Europaletten
Die große Bodenarbeit verändert den Galerieraum an der Brunnenstraße nicht nur visuell, sondern auch in seinem Klang und seiner Temperatur, und bietet ganz wörtlich genommen andere Perspektiven für den Besucher und die Besucherin an

Skizze und Salon ⎟ Galerie oqbo⎟ Berlin⎟ 2012


Man kann sich vertikal durch den Raum bewegen und den Blick von oben nach draußen auf die Brunnenstraße werfen. Man kann Zuschauer_in des Straßengeschehens zwischen Blumenladen, Apotheke und Fahrschule werden, kann beobachten, wer an der Ladenzeile vorbeigeht und unterwegs ist zum Kaisers oder zum benachbarten „Supermarkt“, dem so genannten free culture departmentstore, der seit Kurzem Räume für Startups, Ausstellungen und Seminare anbietet.
Den Passant_innen, die alltäglich an der Galerie vorbeikommen, bietet sich ein ungewohntes Bild, wenn sie im Vorübergehen einen Blick auf die Besucher_innen der Galerie werfen. Wenn diese dort beispielweise bei einer Lesung von Daniela Seel (Kookboks) auf den ansteigenden Treppenebenen sitzen – und eben nicht wie sonst in Kunsträumen einfach herumstehen.
In der räumlichen Versuchsanordnung kann man die unbestimmte gegenseitige Beobachtungssituation im Brunnenviertel nachfühlen und erahnen – in einem Viertel, das sich derzeit in der ersten Phase der Gentrifizierung befindet. Diese produziert ein fremdes Nebeneinander von langjährigen Anwohner_innen und den neu hinzu Kommenden. Man schaut von innen auf die Straße und die Straße schaut zurück.