Werkstatt

Kunst als Werkstatt

Die Herstellung von Stadträumen ist der Kern meiner künstlerischen Arbeit. Sie beinhaltet sowohl planerisches Vorgehen als auch ein Eingehen auf die Stadtbewohner und ihre Umgebung. Die Stadt ist Bühne und Austragungsort gesellschaftlicher Themen.

In Berlin erforsche ich unterschiedliche Lebenswelten von Hellersdorf bis Neukölln und recherchiere den Einfluss von Geschichte, Architektur und Konsum auf Wahrnehmung und Verhalten. In langfristig angelegten Projekten entwickele ich spezifische Formen der Zusammenarbeit mit Anwohner_innen.  

Materialien für die plastische Arbeit finde ich häufig in der Stadt: Kleidung, Bauplanen, Möbelreste am Straßenrand. 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die daraus entstehenden Objekte und Installationen sind collageartig komponiert und erinnern an die Fragilität des urbanen Zusammenlebens. Eine Ballung von Materialien verändert den Raumklang, die Veränderung der Größenordnung führt zu einer Verschiebung der Perspektive. Der Raum wird zur inszenierten Bühne und reflektiert den prägenden Einfluss der Umgebung auf unsere alltäglichen Wahrnehmungen.

Meine Zeichnungen und Collagen sind transformatorische Skizzen, bei denen das Verhältnis von Farbe, Form und Beschaffenheit ausprobiert wird.

Seraphina Lenz, November 2016